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Sensorverkabelung
Kabel und Steckverbinder sind in der Regel die schwächsten Glieder einer Messkette.
In unseren Sensordatenblättern bekommen Sie Empfehlungen für geeignete Kabeltypen zu jedem Beschleunigungsaufnehmer.
Besonders bei Aufnehmern mit Ladungsausgang ist die Wahl des richtigen Kabels entscheidend. Wenn ein Koaxialkabel Biege- oder Zugbeanspruchung ausgesetzt wird, kann es zu örtlichen Kapazitätsänderungen kommen, die wiederum zu Ladungsverschiebungen im Kabel führen. Diese Erscheinung nennt man Triboelektrischen Effekt. Das resultierende Ladungssignal am Messgeräteeingang lässt sich nicht vom eigentlichen Sensorsignal unterscheiden. Besonders bei tiefen Frequenzen und geringen Beschleunigungen kann es sehr stören. Zur Vermeidung dieses Problems
bieten wir zu den Ladungsaufnehmern störarme Kabel an. Diese zeichnen sich durch eine spezielle Ableitschicht auf dem Dielektrikum aus. Auch bei Verwendung störarmer Kabel sollte auf ordnungsgemäße Befestigung am Messobjekt geachtet werden.
Wichtig: Die Steckverbindungen von Ladungsaufnehmern müssen sehr sauber gehalten werden. Schmutz und Feuchtigkeit im Stecker kann den Isolationswiderstand verringern und damit die untere Grenzfrequenz verfälschen.
Die Kabellänge bei Ladungsaufnehmern sollte 10 m nicht überschreiten.
IEPE-Aufnehmer benötigen keine störarmen Spezialkabel. Sie lassen sich mit normalen Koaxialkabeln anschließen.
Starke Magnetfelder können zu Störungen führen. Dies ist besonders bei Ladungsaufnehmern der Fall. Daher sollte das Kabel immer so weit wie möglich von elektromagnetischen Störquellen, wie Motoren, Generatoren oder Wechselrichtern, entfernt verlegt werden. Das Sensorkabel sollte nicht parallel zu Starkstromleitungen verlaufen und diese möglichst rechtwinklig kreuzen.
Bewegung des Kabels relativ zum Sensor kann ebenfalls Messfehler verursachen, indem Kräfte über das Kabel in den Sensor eingeleitet werden.
Miniaturaufnehmer und Beschleunigungsaufnehmer mit Kompressionskeramik
("KD"-Typen") sind dafür besonders anfällig. Dieses Problem kann durch ordnungsgemäße Kabelbefestigung mit Schellen o.ä. vermieden werden.
Wir bieten dafür die Kabelschellen 004 und 020 als Zubehör an. Handelsübliche Kabelhalter mit Selbstklebesockel oder O-Ringe eignen sich ebenso (vgl.
folgendes Bild).
Bei der Befestigung des Kabels sollte eine hinreichende Schlaufe gelassen werden, damit keine mechanische Spannung auf den Sensor einwirkt.
Bevor Sie mit der Messung beginnen, überprüfen Sie bitte, dass alle Steckverbindungen ordnungsgemäß festgeschraubt sind. Lockere Steckermuttern sind eine häufige Fehlerursache. Verwenden Sie keine Zange, normalerweise reicht Handkraft aus. Eine geringe Menge Schraubensicherungskleber kann auf das Außengewinde als zusätzlicher Schutz gegen Lockerung aufgetragen werden. Vermeiden Sie dabei eine Verschmutzung des Isolators.
Unsere Standardkabel haben folgende Steckertypen:
- Microdot: Koaxialsteckverbindung mit UNF 10-32-Gewinde
- Subminiatur: Koaxialsteckverbindung mit M3-Gewinde
- TNC: Koaxialsteckverbindung mit UNF7/16-28-Gewinde und Schutzgrad IP44
- BNC: Koaxialsteckverbindung mit Bajonettverschluss
- Binder 707: 4-poliger Rundsteckverbinder mit M5-Gewinde (für
IDS modifiziert)
- Binder 711: 4-poliger Rundsteckverbinder mit M9-Gewinde
- Binder 713: 4-poliger Rundsteckverbinder mit M12-Gewinde und Schutzgrad IP67
- Binder 718: 4-poliger Rundsteckverbinder mit M8-Gewinde und Schutzgrad IP67
IDS bietet dazu eine Reihe von Adaptern und Übergangsstücken an.
Kundenspezifische Kabel werden auf Anfrage gefertigt. |